SAUFEDERLEICHT!
Stab, Klinge und Lederscheide wiegen unter 1 kg in der 120-cm- Version — unerreicht auf dem Markt.

Klinge, Stab, Länge — wir bauen sie mit dir.

Stab, Klinge und Lederscheide wiegen unter 1 kg in der 120-cm- Version — unerreicht auf dem Markt.

Wird auf die Klinge graviert. Der Aufpreis erscheint im Warenkorb.
inkl. 19 % MwSt., zzgl. Versand
Die Saufeder — auch Saufänger genannt — ist eine traditionelle jagdliche Stoßwaffe: eine lange Stahlklinge auf einem festen Stab, konstruiert zum Abfangen wehrhaften Wilds aus nächster Nähe. Sie kommt dort zum Einsatz, wo der Schuss keine Option mehr ist: in der Dickung am angeschossenen Stück, beim Hund am Sauenkontakt, in Nachsuche-Situationen mit wehrhaftem Wild.
Im heutigen Sprachgebrauch werden Saufeder und Saufänger synonym verwendet — beide bezeichnen die jagdliche Stoßwaffe mit langer Klinge auf einem Stab. Die Bauform mit Stiel ist namensgebend für beide.
Historisch meinte Saufänger im engeren Sinn oft die Klinge selbst (ohne Stab) oder eine kürzere, einhändig geführte Variante. Heute ist diese Unterscheidung in der Praxis aufgehoben: Wenn du im Jagdshop nach Saufänger kaufen suchst, findest du dieselben Produkte wie unter Saufeder kaufen.
Saufeder und Saufänger bezeichnen wie oben beschrieben die Stoßwaffe mit Stab. Ein Abfangmesser ist demgegenüber eine kürzere, einhändig geführte Klinge ohne Stab — typisch 18–24 cm Klingenlänge mit eigener Scheide, am Gürtel getragen.
Bei ADURO ist diese Trennung bewusst durchlässig: die Gladius-Klinge ist als 24-cm-Abfangmesser eigenständig nutzbar und kann zugleich auf den Stab gesteckt als Saufeder geführt werden — ein Produkt für beide Einsatzformen.
Die Saufeder ersetzt nie den Schuss — sie ergänzt ihn für die Situationen, in denen der Schuss nicht mehr geht: krankes Stück am Boden, Hund am wehrhaften Wild, Schwarzwild im Dornbusch. Die Jagd mit der Saufeder ist Hundeführer- und Nachsuche-Praxis, keine Trophäen-Jagd.
Beide Saufedern teilen Stab, Stecksystem und Lederscheide — die Wahl entscheidet sich an der Klinge und am beabsichtigten Doppelnutzen.
| Merkmal | Konrad | Gladius |
|---|---|---|
| Klingenform | Röhrenform, vorne stumpf-rund | Dolchförmig, 24 cm, beidseitig geschliffen |
| Schweißrinne | Mehrere Schlitze zur Belüftung der Kammer — Wirkung sogar besser als Gladius (aber ohne Schneidfunktion) | Durchbrochene Schweißrinne |
| Hundesicherheit am Stück | Sehr hoch — kann den Hund durch die stumpfe Rundung kaum verletzen | Geringer — beidseitiger Schliff erhöht das Verletzungsrisiko für den Hund am Stück |
| Korrigieren nach dem Stich | Nicht möglich (keine schneidende Geometrie) — Erfahrung des Führers ist essenziell | Möglich (beidseitiger Schliff erlaubt Korrektur durch Schneiden) |
| Waffenrechtlich | Gilt durch Röhrenform nicht als Waffe | Schneidende Klinge — als feststehende Waffe einzuordnen |
| Doppelnutzung | Reine Saufeder (alleiniger Einsatz ohne Stab nicht sinnvoll) | Auch eigenständiges Abfangmesser am Gürtel |
| Komplettgewicht (120 cm) | < 1 kg | < 1 kg |
| Stab / Stecksystem / Scheide | Identisch zur Gladius | Identisch zur Konrad |
| Preis ab | 299 € | 249 € |
Wenn du mit mehreren Hunden am Stück arbeitest und maximale Sicherheit für die Meute willst. Die Konrad-Röhrenform ist vorne stumpf-rund — ein Hund, der nahe am Stück arbeitet, kann sich an der Klinge praktisch nicht verletzen. Genau das macht sie für Drückjagden mit mehreren Hunden im Treiben oder vielen fremden Hunden zum Standard, um sich und die stellenden Hunde nicht der Gefahr von Schnittverletzungen an der Saufeder auszusetzen.
Die Konrad-Variante ist röhrenförmig mit Schlitzen ausgestattet, um eine perfekte Belüftung der Kammer und damit ein möglichst schnelles Kollabieren derselben zu ermöglichen. Das trägt zu einer waidgerechten Jagd bei.
Zweiter Vorteil: die runde Variante gilt durch ihre stumpfe Geometrie nicht als Waffe — sie ist eine reine Stoßwaffe ohne schneidende Klinge.
Nachteil: nach dem Stich kann nicht nachkorrigiert werden, weil die Konrad nicht schneidet. Die Erfahrung des Führers ist essenziell für den sauberen Treffer. Ein alleiniger Einsatz ohne Saufederstab ist nicht sinnvoll — der Kraftaufwand wäre zu hoch.
Wenn du eine zweischneidige Klinge mit Schweißrinne willst, die du zugleich als eigenständiges Abfangmesser am Gürtel führst. Die durchbrochene Schweißrinne spart Gewicht und hilft beim Belüften der Kammer, um ein schnelleres Ausschweißen des Wildkörpers zu ermöglichen. Der beidseitige Schliff macht die Klinge unabhängiger von der Stechrichtung und erlaubt es, nach dem Stich durch Schneiden zu korrigieren, falls der Treffer nicht optimal sitzt.
Der Nachteil dieser Schliff-Geometrie: das Verletzungsrisiko für den Hund am Stück ist höher. Wenn du regelmäßig in einer Meute arbeitest oder häufig Hunde am kranken Stück sind, ist die Konrad-Röhrenform die sicherere Wahl.
Weil Stab, Stecksystem und Scheide identisch zur Konrad sind, lässt sich die Gladius-Klinge auch nachträglich auf einen bestehenden Konrad-Stab umrüsten — die beiden Klingen sind problemlos austauschbar.
Die Gladius-Klinge funktioniert vom Stab abgenommen als eigenständiges 24-cm-Abfangmesser. Mit der mitgelieferten Lederscheide oder optionaler Kydex-Scheide lässt sie sich am Gürtel führen — als Sicherheit für die direkte Abfang-Situation, ohne dass du immer den Stab dabei haben musst.
Damit ersetzt die Gladius zwei Anschaffungen: das klassische Abfangmesser für den Gürtel und die Saufeder für den Stab-Einsatz. Beides in einer Klinge, made in Germany.
Drei Standardlängen — 100, 120 und 150 cm. Die Wahl richtet sich nach Körpergröße, Einsatzbereich und ob du Tragegurt-Komfort brauchst. Sonderlängen bis 200 cm fertigen wir auf Anfrage.
Für Pirschjäger in dichtem Bewuchs und auf schmalen Wegen oder für Jäger mit kompakter Körpergröße. Sehr wendig zu handhaben, leichteste Gesamtmasse, niedrigster Schwerpunkt. Bei der Standard-Spitze ist der Tragegurt inklusive — die Saufeder lässt sich komfortabel über der Schulter führen.
Die universelle Mittelposition und unsere Empfehlung, wenn du dir unsicher bist. Beste Balance zwischen Reichweite zum Wild und Handhabung im Bewuchs. Passt für die meisten Körpergrößen und Reviere. Bei der Standard-Spitze inklusive Tragegurt.
Für großgewachsene Jäger und spezialisierte Hundeführer, die maximale Distanz zum Stück brauchen. Wird ohne Tragegurt geliefert — bei dieser Länge würde der Gurt im Trieb stören. Sonderlängen bis 200 cm auf Anfrage.
Wenn du dir vor der Bestellung unsicher bist, melde dich kurz — wir beraten dich persönlich.
Saufedern sind im Rahmen der jagdlichen Ausübung zulässig — außerhalb dieses Kontexts gelten die allgemeinen Transport- und Führungsregeln des Waffengesetzes. Dieser Abschnitt ist eine Orientierungshilfe, keine Rechtsberatung.
Nein — Saufedern sind im jagdlichen Einsatz erlaubt. Waffenrechtlich werden sie als Hieb- und Stoßwaffe nach Waffengesetz (WaffG) Anlage 1 Abschnitt 1 Unterabschnitt 2 Nummer 1.1 eingeordnet. Im Rahmen der waidmännischen Ausübung ist das Führen legitim und gehört zur jagdlichen Ausrüstung.
Wichtig im Kontext des WaffG: feststehende Klingen über 12 cm Länge und/oder mit beidseitigem Schliff dürfen im öffentlichen Raum grundsätzlich nicht geführt werden — Ausnahme ist die jagdliche Ausübung mit Jagdschein. Das betrifft insbesondere die Gladius mit 24-cm-Klinge.
Jagdscheininhaber im Rahmen der jagdlichen Ausübung — also auf Drückjagd, Pirsch, bei Nachsuche und auf direktem Weg zum/vom Revier. Die Abgabe erfolgt ausschließlich an Personen mit vollendetem 18. Lebensjahr — die Altersprüfung wird beim Versand vom Postzusteller durchgeführt.
Außerhalb der jagdlichen Ausübung gelten die allgemeinen Führungs-Verbote des § 42a WaffG für feststehende Messer. Hier sind die rechtlichen Anforderungen identisch zu jedem anderen Jagdmesser.
Im öffentlichen Raum außerhalb der jagdlichen Ausübung. Für den Transport zwischen Wohnung und Revier gilt: Klinge gesichert in der Scheide im verschlossenen Behältnis (Jagdrucksack, Auto-Kofferraum). Nicht griffbereit am Mann zu führen, wenn kein jagdlicher Kontext vorliegt.
Auf der direkten Anfahrt zur Jagd oder Rückfahrt ist der gesicherte Transport im Rucksack jederzeit erlaubt — das fällt unter die jagdliche Ausübung im weiteren Sinn.
Die Rechtslage kann sich ändern und je nach Bundesland abweichen. Diese Hinweise sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall. Für verbindliche Auskünfte wende dich an die örtliche Jägerschaft oder einen jagdrechtlich versierten Anwalt.
Wie jede Klinge braucht auch die Saufeder regelmäßige Pflege — gerade weil sie im Einsatz mit Schweiß, Feuchtigkeit und Bewuchs in Kontakt kommt. Ein paar Minuten Aufwand nach dem Trieb halten die Klinge jahrelang scharf und rostfrei.
Ein Nachschärfen ist normalerweise nicht erforderlich — die Saufeder ist eine Stoßwaffe zum Abfangen, kein Zerwirk-Messer. Es reicht, die Klinge einmal pro Saison auf Beschädigungen, Scharten oder abgenutzte Stellen zu kontrollieren.
Die Konrad-Variante ist absichtlich mit einer Fehlschärfe konstruiert, damit die Hunde am Stück nicht verletzt werden. Genau aus diesem Grund ist ein alleiniger Einsatz der Konrad-Klinge (also ohne Saufederstab) nicht sinnvoll — der erforderliche Kraftaufwand wäre zu hoch.
Bei stärkeren Beschädigungen (Scharten, abgebrochene Spitzen, verbogene Klinge) melde dich bei uns — wir nehmen die Klinge zur Werks-Aufarbeitung zurück.
Konrad ist der traditionelle Klassiker mit klassischer Saufeder-Klingenform — durch die Röhrenform vorne stumpf-rund, sodass Hunde am Stück nicht verletzt werden können. Gladius nutzt eine beidseitig geschliffene 24 cm Klinge mit durchbrochener Schweißrinne und kann zugleich als eigenständiges Abfangmesser am Gürtel getragen werden. Stab, Stecksystem und Lederscheide sind bei beiden identisch — die Stäbe sind problemlos austauschbar.
Nur bei den Standard-Modellen ohne Pirschstockspitze in 100 cm und 120 cm. Bei 150 cm sowie bei allen Pirschstockspitze-Varianten ist kein Tragegurt enthalten — Pirschstockspitze wird in der Hand zum Abstützen und Dornen-Niederhalten genutzt.
Per Steckmechanismus: Die Klinge wird mit einem Ruck aufgesetzt und arretiert — kein Aufschrauben nötig. Das ist in hektischen Situationen entscheidend. Hinweis: Beim Einsatz die Feder nicht zu stark in den Boden treiben, sonst löst sich die Verbindung nicht mehr.
Eine Stab-Endvariante, bei der das untere Stab-Ende nicht in einem klassischen Knauf, sondern in einer Spitze ausläuft. So lässt sich der Stab während des Triebs als Pirschstock zum Abstützen und Niederhalten von Bewuchs verwenden.
Konrad und Gladius wiegen jeweils unter 1 kg im Komplettzustand (Klinge + GFK-Stiel + Lederscheide).
Die Abgabe erfolgt ausschließlich an Personen mit vollendetem 18. Lebensjahr. Die Altersprüfung wird beim Versand durch den Postzusteller durchgeführt.
Ja. Konrad und Gladius fertigen wir auf Anfrage auch in individuellen Längen bis 200 cm. Sondergrößen sind vom Umtausch ausgeschlossen — bitte vor Bestellung mit uns Kontakt aufnehmen.
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