verschiedene Sauenschutzhosen
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Die Wahl der richtigen Sauenschutzhose

Einleitung

Eine Sauenschutzhose ist ein wichtiger, aber oft unterschätzter Bekleidungsgegenstand während der Drückjagd oder Nachsuche. Sie soll einen größtmöglichen Schutz bei gleichzeitig größtmöglicher Beweglichkeit und Belüftung geben. Gerade diese, sich teilweise widersprechenden Eigenschaften, erfordern eine besondere Analyse der verschiedenen Modelle auf dem Markt. In diesem Blogbeitrag werden wir einen tiefen Einblick in die verschiedenen Eigenschaften aufzeigen, deren Relevanz und Notwendigkeit hervorheben und mögliche Sauenschutzhosen vorschlagen. Da Aduro diesen Beitrag verfasst und die eigenen Hosen exakt nach diesen Anforderungen entwickelt hat, empfehlen wir unsere eigenen Produkte die Sauenschutzhose Sau Protect Profi und die Sauenschutzhose zum Unterziehen mit 800N Stichschutz.


Inhaltsverzeichnis

1.0 Was ist eine Sauenschutzhose?

2.0 Wann brauche ich eine Sauenschutzhose?

3.0 Worauf sollte ich bei einem Kauf achten?

4.0 Fazit


1 Was ist eine Sauenschutzhose?


Sauenschutzhosen sind Hosen die den Träger vor Angriffen und somit Verletzungen primär durch Schwarzwild schützen sollen. Neben dem Schutz der Waffen eines Keilers soll eine derartige Schutzhose ebenfalls vor Bissen durch Bachen oder aber Forkeln durch Rot-, Dam- und Rehwild schützen.

Dazu wird in der Regel eine spezielle Lage Stichschutz in der Hose an verschiedenen Stellen verbaut, der alleine durch sein Gewicht die Hose schwerer werden lässt.

Gleichzeitig soll eine Sauenschutzhose zuverlässig vor Dornen, Dickungen oder sonstigen spitzen Hindernissen schützen. Dazu besteht die äußere Lage einer Schutzhose meistens aus widerstandsfähigen Materialien die einen hohen Reibungs- und Widerstandswert gegenüber Schnitten und Stichen aufweisen. Manche dieser Hosen sind zusätzlich mit extrem haltbaren Materialien (bspw. Kevlar, Cordura) an den besonders exponierten Stellen ausgestattet.

2 Wann brauche ich eine Sauenschutzhose?


Sauenschutzhosen sollten immer dann in Betracht gezogen werden, wenn die Möglichkeit des Kontakts mit wehrhaftem Wild besteht. Dazu gehören primär die Nachsuche und die Drückjagd.

Bei der Nachsuche wird in der Regel auf krankes und verletztes Wild mit einem dafür speziell ausgebildeten Hund gesucht. Da verwundete Tiere ein komplett anderes Verhalten als gesunde Tiere aufweisen, kommt es häufiger vor das diese nicht flüchten sondern angreifen. In solchen Fällen ist es für den Hundeführer unerlässlich, einen adäquaten Schutz gegen diese Angriffe zu haben. So kann beispielsweise durch ein eindringen der Waffen eines Keilers die Beinschlagader geöffnet werden, was ein verbluten im Wald oder Feld nach sich ziehen kann. Daher ist es auch bei vermeintlich leichten Nachsuchen auf Rehwild angebracht eine Schutzhose zu tragen.

Bei der Drückjagd wird seltener als bei einer Nachsuche verletztes Wild gestellt oder angegangen. Aber auch hier können sich Tiere zum Angriff entscheiden, die durch Treiber oder Durchgehschützen ungewollt in die Enge getrieben wurden. Auch eine Flucht in die Richtung der Treiber ist nicht ausgeschlossen. Um bei solchen Vorfällen nicht bzw. möglichst wenig Verletzungen davon zu tragen, empfiehlt es sich, eine Sauenschutzhose zu tragen.

3 Worauf sollte ich bei einem Kauf achten?


3.1 Stichschutz

Der Stichschutz ist das wichtigste Material an einer Sauenschutzhose, da ohne diesen kein oder ein nur sehr unzureichender Schutz vorhanden ist. Leider ist dieses Kapitel auch einer der größten Unterschiede zwischen den einzelnen Keilerschutzhosen, da häufig entweder nur an sehr ausgewählten Stellen überhaupt ein Schutz verbaut worden ist, oder was noch viel tragischer ist: Es handelt sich um schlechten bzw. garkeinen Stichschutz sondern nicht zertifiziertes Gewebe. Daher gehen wir nachfolgend auf die einzelnen Aspekte ein, nach denen eine gute von einer schlechten Sauenschutzhose unterschieden werden kann.

Stichschutzmaterial weiß 800N
Stichschutzmaterial weiß hier: ca. 900N

Häufig wird der Schutz einer Sauenschutzhose nach Durchstoßwiderstand EN 13567 in Newton angegeben. Allerdings ist diese dann noch lange nicht zertifiziert sondern lediglich der Stoff selber. Dazu mehr im Kapitel 3.5 Zertifizierung (EU-Baumusterprüfung, KWF). Stoffe mit einer Zertifizierung sind allerdings nicht immer gleich "gut" bzw. widerstandsfähig gegen Durchstöße. So gibt es sehr dünnen und somit angenehm zu tragenden Stichschutz, der aber nur 350 - 400 Newtonmeter pro cm2 leistet. Wieder anderer Stoffe bieten zusätzlich einen Schnittschutz nach verschiedenen Kategorien und Normen an. Um hier Gewissheit über den verbauten Stoff zu erhalten, der auch hält was in der Produktbeschreibung versprochen wird, sollte vor dem Kauf das hinzuziehen des entsprechenden Testprotokolls erwogen werden. Eine Anfrage bei dem jeweiligen Hersteller ist hier die korrekte Vorgehensweise. Ein reines in Betracht ziehen der Zertifizierung ist hier nur bedingt hilfreich, da Sauenschutzhosen bereits mit einem durchschnittlichen Wert von 350 N eine Zertifizierung erhalten.

Neben der Qualität des Materials spielt auch die Anordnung bzw. die Stellen an der Hose in denen der Stichschutz verbaut wurde eine nicht unerhebliche Rolle. Die meisten Hersteller setzen hier auf eine sehr überschaubare Anordnung des Gewebes an den, ihrer Meinung nach, wichtigsten Stellen um so einen Minimalschutz zu bieten. So haben viele Hersteller den Stichschutz auf der Vorderseite und den Waden angebracht, was bei einem Angriff durch einen Keiler gefährlich enden kann. Gerade der Gluteus Maximus (Po) mit der Arteria glutea inferior ist ein prädestiniertes Ziel, da durch den Wurf des Hauptes eines Keilers hier der maximale Schaden verursacht werden kann.

3.2 Obermaterial und Verarbeitung

Das Obermaterial ist nahezu genauso wichtig wie der Stichschutz, da über diesen die Haltbarkeit einer Hose und somit deren Langlebigkeit geschlossen werden kann. Gleichzeitig werden hier häufig aber minderwertige Materialien verbaut, da diese Mängel erst in der Praxis und nach einigen Einsätzen auffallen. Bekannte Materialien und in der Regel hochwertige Materialien sind landläufig vielfach bekannt. Zu diesen Materialien gehören die folgenden (Liste nicht abschließend):

  • Kevlar® (synthetische Faser aus (Para-) Aramid)
    Neben der hohen Reißfestigkeit sind Gewebe aus Kevlar® je nach Ausführung auch sehr resistent gegen Hitze, Abrieb und bieten Schutz gegen Durchstiche und Schnitte.
  • Cordura®
    Cordura® ist ein sehr robustes, abriebfestes, texturiertes Nylon. Wird in verschiedenen Stärken von 300den bis 1000den angeboten.

3.3 Ausstattung

Die Ausstattung ist bei vielen der Keilerschutzhosen unterschiedlich und bedarf keiner genauen Betrachtung, da jeder Hundeführer andere Vorlieben für diese aufweist. Die ein oder andere relevante Eigenschaft werden wir hier allerdings dennoch erörtern, da diese bei jeder Hose vorhanden sein sollten. Dazu zählt besonders der hoch gezogene Rücken der Hose um so auch bei gebückter Haltung keine Körperfläche für Dornen, Äste oder Nadel zu bieten.

Ebenso sollten die Hosen über ausreichend Belüftungsmöglichkeiten verfügen um auch bei stärkerer körperlicher Belastung ausreichend Kühlung liefern zu können.

Beides ist bei der Sau Protect Profi natürlich verbaut und vorhanden.

3.4 Zertifizierung (EU-Baumusterprüfung, KWF)

Die Prüfung der Durchstoßfestigkeit ist ein wesentlicher, aber nur ein Teil der zur Konformitätsbewertung notwendigen Prüfungen für Sauenschutzbekleidung. Die notwendigen Anforderungen für den Schutz des Jägers sind der Verordnung (EU) 2016/425 Anhang II zu entnehmen.
Zur Erleichterung der Berücksichtigung aller wesentlichen Punkte sind die relevanten Prüfungen in sog. Anforderungsnormen oder technischen Spezifikationen zusammengefasst. Für Sauenschutzbekleidung sind die Prüfanforderungen in der EN 13567:2002+A1:2007 (DIN EN 13567:2007-09) - Schutzkleidung -Hand-, Arm-, Brustkorb- Unterleibs-, Bein-, Genital und Gesichtsschützer für Fechter - Anforderungen und Prüfverfahren - verankert. Neben der Überprüfung des Obermaterials auf Durchstoßfestigkeit und die Maße der Schutzzonen werden auch die Nähte und Verschlüsse, die Maßänderung der verarbeiteten Hauptmaterialien sowie die Unschädlichkeit aller in der PSA verarbeiteten Materialien untersucht. Die Ergonomie sowie die Ausführung der PSA sind wichtige Untersuchungsparameter, da beim Tragen der Schutzkleidung die Bewegungsfreiheit und Bequemlichkeit so wenig wie möglich eingeschränkt sein sollen.

3.5 Kosten


Die Kosten einer Sauenschutzhose variieren teilweise sehr stark von um die 200€ bis hin zu über 600€.

Hier spielt besonders die Qualität und Menge des verbauten Stichschutzes eine wesentliche Rolle, da dieser den größten Kostenfaktor bei solch einer Hose ausmacht. Da die Sau Protect Profi nur im Direktvertrieb über unsere Website oder im persönlichen Kontakt verkauft wird, können wir Ihnen Preise deutlich unter denen der Mitbewerber anbieten. Dadurch können wir deutlich hochwertigere Materialien in der Hose verbauen, was sich wiederum auf die Langlebigkeit derselben auswirkt.

4 Fazit


Letzten Endes muss jeder Hundeführer selber entscheiden welche Hose die richtige für seine Bedürfnisse ist. Aussehen sollte hier ganz klar hinter der Funktionalität und dem Tragekomfort liegen. Wir versenden gerne 1-2 Modelle an Interessenten damit du diese einmal anprobieren und fühlen kannst. Bei weiteren Fragen stehen wir dir gerne mit Rat und Tat zur Seite!

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